14. August 2009

New York (Genug gesagt!)

Der August ist da und es wird Zeit für meinen abschließenden Beitrag.

Nach Boston ging’s mit der Aufregung gleich weiter, in einer der interessantesten Städte der Welt: New York City! Dort habe ich vom 8. bis 24. Februar bei Anja auf der Upper East Side gewohnt.

Google Maps als Orientierungshilfe

Man kann sehen, es handelt sich eindeutig um eine Spitzenlage ;-) . Direkt am Central Park, fast mitten in Manhattan und ganz nah an der 5th Avenue. Diese und die Madison Avenue (ein bisschen weiter im Osten) habe ich sogar mit dem Auto befahren. Sonntag abends nach Boston haben wir nämlich den Mietwagen in Manhattan zurückgebracht. Verkehr ist da zwar nicht, aber nachdem wir uns Verfahren hatten (nach Flushing, toller Name) war der Sprit fast verbraucht und das hat mich stark beunruhigt :-) .

Am ersten Tag ging’s dann direkt los mit der U-Bahn zum Times Square (an der Kreuzung Broadway und 42nd Street). Da bin ich dann einfach ein bisschen rumgelaufen um einen Eindruck zu bekommen. Mit über zwei Wochen Zeit musste ich ja nun wirklich nicht beeilen :-) . Mitten am Times Square gab’s dann ein Kino und ich dachte mir: Das darfst du dir nicht nehmen lassen *g*. Also habe ich The Wrestler geguckt. Danach habe ich Anja von der Arbeit abgeholt und wir sind schon wieder ins Kino: kostenlos Shopaholic, vermutlich damit Leute vor dem offiziellen Start über den Film reden.

Dann habe ich / haben wir verschiedene kleinere Sachen gemacht. Zum Beispiel Kino (He’s Just Not That Into You), südamerikanisch essen und das Metropolitan Museum of Art erkunden (Frage an Julia: Gehe ich rechts oder links? Hey, wir waren sogar oben *g*).

New York         New York Wen interessieren die Leute? Im Hintergrund: Grand Central Station

Donnerstags waren wir (Alisa und ich, laut Fährangestelltem ein sehr kooperatives Ehepaar *g*) auf Liberty Island. Ich kann nur sagen: Der Wahnsinn. Es gibt sehr viel Geschichte zur Freiheitsstatue (denn eben diese steht auf Liberty Island) und auch für Nicht-Amerikaner ist das Ding schon beeindruckend. Ich finde es ist einer dieser Gänsehaut-Momente, denn die Freiheitsstatue ist schon etwas Besonderes. Wir sind auch ziemlich lange dageblieben, haben uns das Museum, die Statue und die Insel in Ruhe angeschaut. Mit dem Fährpreis kann man auch gleichzeitig eine Audio-Tour buchen, die sich wirklich lohnt.

Nach Liberty Island fährt die Fähre nach Ellis Island, dort wo sich Einwanderer zwischen 1892 und 1954 registriert haben. Da wollten wir natürlich auch noch hin, obwohl wir schon den ganzen Tag auf Liberty Island waren. Schlechtes Wetter aber hat unseren Plan vereitelt und wir mussten nach Manhattan zurück. Netterweise konnten wir dadurch noch einmal komplett fahren und hatten Sonntag einen zweiten Tag Zeit für Ellis Island: Echt super.

Ein persönliches Highlight war “Wicked: Behind the Emerald Curtain”. Dabei erklären zwei Schauspieler des Musicals viel über die Hintergründe der Produktion und was sich alles hinter der Bühne abspielt. Zum Beispiel habe ich gelernt, dass die Kostüme in Wicked zusammen eine halbe Million wert sind und dass es eine Backstage-Choreographie gibt. Soll heißen, die Darsteller müssen z.B. neben der Bühne weitersingen, wechseln die Kleidung während gleichzeitig andere Schauspieler und Arbeiter an ihnen vorbei müssen. Sehr faszinierend.

Die Wicked-Bühne

Zum Start der neuen Woche haben wir Montags (Feiertag, also hatte Anja frei) eine Central Park Walking Tour gemacht (mit iPods). Ganz interessante Sache, weil man die wichtigsten Flecke zu sehen bekommt und ein paar Details darüber erfährt. Der Central Park ist natürlich sehr sehenswert. Da war ich auch mal Joggen, eine tolle Sache.

Dienstags haben Alisa und ich eine Stadtrundfahrt gemacht. Außerdem sind wir (mit Anja) nachmittags noch in den Apple Store auf der 5th Avenue gegangen und ich hab’ auch was gekauft (Beamer-Adapter für’s MacBook).

Mittwochs war ich in Mary Poppins, gewissermaßen eine Enttäuschung. Das Musical war nicht so der Renner, es kam gar kein Theaterfeeling auf. Das war ein paar Tage später bei Avenue Q ganz anders. Von der ersten Minute hat mich das begeistert. Und es ist sooo lustig. Es leben die Bad-Idea-Bears, die den Charakteren empfehlen sich Bier statt essen zu kaufen, oder sagen “Take her home, she’s wasted”. A propos, anstelle von Mary Poppins hätte ich Guys and Dolls mit Lauren Graham sehen können. Das war also definitiv eine der schlechteren Entscheidungen in New York.

Donnerstag sind Alisa und ich noch mal auf Erkundungstour gegangen um ein paar Sachen mitzunehmen, die auf der Stadtrundfahrt nicht ganz hingehauen haben. Denonch habe ich das Friends-Haus in dem Monika’s Appartment sein soll erst am nächsten Tag zu sehen bekommen. Aber das war definitiv wieder ein besonders toller Moment. Da habe ich dann auch eine kostenlose Tour durch die New York Public Library gemacht, kennt man zum Beispiel aus The Day After Tomorrow.

Das wichtigste Foto: Ecke Bedford & Grove Streets

Zwischendrin habe ich Milk und The International gesehen. Samstags war ein Ausverkauf bei Macy’s mit Wahnsinnsrabatten. So habe ich zum Beispiel eine Nike DryFit Laufjacke für 20 anstatt 80 Dollar bekommen. Generell war der Tag super: Ich war danach noch im MoMA (Museum of Modern Art), wo aber leider van Gogh’s Sternennacht und Dalí’s Zerinnende Zeit gerade nicht da waren. Zwei der wichtigsten Bilder die wir in Kunst ausführlich besprochen hatten konnte ich also nicht sehen. Das hat dem Spaß in diesem wundervollen Museum natürlich keinen Abbruch getan. Danach war ich noch bei Top of the Rock, auf dem Dach des Rockefeller Centers. Wird heutzutage gegenüber dem Empire State Building empfohlen und war wirklich toll. Allerdings habe ich aufgrund meiner Höhenangst nicht allzu viele Bilder machen können, das hilft alles nichts.

Sonntag ging’s dann toll weiter: Mit Eric (Anja’s Mitbewohner), einer Freundin von ihm und Anja war ich Brunchen und dann haben wir zusammen Wicked geschaut. Nachdem ich mir 2004 in London die CD geholt habe wurde das auch höchste Zeit. Abends haben wir den Tag dann mit einem super Burger vom Diner nebenan mit den Oscars ausklingen lassen.

Geschockt war ich übrigens, als Ratten sich an meinem Knäckebrot vergriffen haben.

Mein Wasa-Knäckebrot - von Ratten angefressen

Und das ist der Anfang vom Ende, denn in dieser Woche sind sowohl Anja als auch ich nach Hause geflogen. Montags haben wir noch zusammen die United Nations besichtigt /ganz nett) und waren mit dem neuen Intern bei Leading auf der Brooklyn Bridge. Der letzte Kinofilm in den USA und New York war dann Coraline in 3D.

Damit ist sie rum, meine Zeit in Kanada und den USA. An die letzten Monate bei Four Seasons mit vielen netten Leuten werde ich mich noch gerne erinnern. Liebe Grüße an alle und bis zum nächsten Mal… in England!

20. Februar 2009

Live aus Boston: Waga… was?

Auf den Weg von Toronto nach New York habe ich einen kleinen Zwischenstopp in Boston eingelegt und mich dort mit Anja getroffen. Zusammen haben wir vom sechsten bis achten Februar ein paar schöne Erinnerungen gesammelt…

Ich bin abends so gegen sieben Uhr angekommen und glücklicherweise geht das Autobahnsystem unterirdisch bis ins Stadtzentrum. Bei dem Verkehr war das Fahren und Hotel Suchen im Stadtzentrum kein besonderer Wunsch von mir. The Big Dig, die große Ausgrabung, bei der dieses Tunnelsystem gebaut wurde, ist übrigens eine interessante Sache. Wer mehr darüber lesen möchte: http://www.masspike.com/bigdig/background/index.html.

Gegen zehn Uhr sollte dann Anja’s Bus im South Terminal ankommen, aber der Bus hatte ein bisschen Verspätung. Ich wusste das zu dem Zeitpunkt aber nicht sicher und habe mir – ganz typisch – einige Schreckensszenarien ausgemalt. Ich war nämlich nicht sicher ob Anja überhaupt wusste wie unser Hotel überhaupt heißt. Tatsächlich wusste sie das dann nicht, aber zum Glück war ich ja am richtigen Busterminal :-) .

Das Hotel in dem wir waren hat übrigens ein sehr interessantes Konzept: Selbstbedienungsschränke für Kissen und andere Amenities, Wasser in Flaschen inklusive, vom Zimmer aus drucken… Sehr faszinierend für Hotelmanagement-Studenten. Die scheinen was von Marketing zu verstehen, es scheint als sei deren Produkt wirklich auf eine Zielgruppe ausgerichtet.

Frosch und ich
Pfosten und Anja

Am nächsten morgen haben wir eine Walking Tour auf den Spuren des Freedom Trails gemacht und hatten einen sehr lustigen Führer. Mit dem sind wir dann rund anderthalb Stunden auf den Spuren der amerikanischen Revolution durch Boston gewandert.

Ein bisschen Skyline

Dabei sind wir auch an einem unheimlichen Friedhof vorbei gekommen. Ob man’s glaubt oder nicht, aber da ist doch tatsächlich jemand in ein Grab gefallen. Stelle ich mir schon unheimlich vor, wenn man plötzlich auf einem Friedhof im Erdboden versinkt. Das dachten die Zuständigen Verwaltungsangestellten wohl auch und haben den Friedhof gleich sperren lassen. Man sieht aber noch, wo’s passiert ist…

Gefährlicher Friedhof

Danach haben wir dann ein wenig die Stadt und einige der wichtigeren Viertel erkundet und sind kurz im Museum of Science zwischengelandet. Abendessen gab’s dann bei Wagamama, einem Restaurant in dem ich seit der Pressemitteilung im Kurs von Mr. Roberts essen wollte.

Den Sonntag haben wir auf einem Old Town Trolley gestartet und haben noch ein bisschen mehr von der Stadt gesehen. Besonders interessant war die Hafengegend, die zu einem Tagungsort ausgebaut wird. Dort gibt es eine der größten Messehallen an der Ostküste und ein paar seeehr große Hotels mit seeehr vielen Zimmern.

Am Rande von Cambridge haben wir unere Stadtru ndfahrt dann beendet. Genauer gesagt war das nahe des
Massachusetts Institute of Technology (MIT) vorbei und haben uns Harvard angeschaut.

Schließlich ging’s zurück in die Stadt, von wo aus wir nach kurzem Mitagessen gen New York aufgebrochen sind. Da sind wird dann auch heil und munter nach kleinem Abstecher nach Flushing angekommen.

19. Februar 2009

Die letzten Tage

Mein letzter Arbeitstag war Dienstag, der 27. Januar. Aber, *hehe*, offiziell habe ich bis zum 30. Januar gearbeitet. Netterweise hatte ich noch ein paar Feiertage (Weihnachten, Silvester, etc.) übrig. Über die Tage davor gibt’s nicht allzu viel zu berichten. Arbeitsalltag… und die Zeit verfliegt ja sowieso.

An besagtem Dienstag gab es abends mehr oder weniger noch ein richtiges Abschiedsevent: Essen auftellern für eine Veranstaltung mit 417 Leuten. Wir hatten vier Arbeitsstationen und ich war an einer davon zuständig für Rinderfiletstücke. Auf gut 100 Tellern durfte ich also je zwei Scheiben Rind anrichten. Spaßige Sache, aber die Tische waren doch eher niedrig und mein Rücken tat ziemlich schnell weh. Als kleine Belohnung durften wir dann selbst was essen und das war wirklich etwas Feines zum Abschied.

Kurz zuvor hatten wir das Yorkville Social und wir drei Praktikanten (Becky, Stefan und ich) wurden gelobt und man hat sich bei uns bedankt. Als kleines Zeichen der Anerkennung gab es Four Seasons Bademäntel mit Initialen.

Ein kleines, aber feines, Geschenk

Die “freien” Tage nach der Arbeit gingen ziemlich schnell vorbei. Zum einen war ich in Ottawa und habe mir die neue AGO angeschaut. Zudem mussten noch Klamotten gekauft, Habseligkeiten gepackt und Sachen verschickt werden.

AGO

Außerdem war ein Abschiedsessen mit den Kollegen aus Housekeeping geplant. Da habe ich dann sogar noch ein paar kleine Geschenke bekommen: ein paar alte Lappen, eine nette Karte und eine Flasche kanadischen Eisweins.

Abschiedsessen

Mit Packen und Zimmer ausräumen habe ich schon sehr früh angefangen, aber natürlich blieb so manches noch auf den letzten Drücker machen. Außerdem war mein letzter Abend ein Donnerstag und da kommt ja Grey’s Anatomy und ER. Nach dem Gucken war’s dann elf und packen war – klaro – auch noch nicht fertig.

Am Freitag morgen habe ich mich von Cvetelina in die USA bringen lassen. In Buffalo an der kanadisch-amerikanischen Grenze habe ich einen Mietwagen gebucht um damit bis nach New York zu fahren. Der Grenzübergang ging verhältnismäßig einfach und mit sechs Dollar war ich in den USA als Tourist bis Mai.

Und das fängt in Boston an…

17. Februar 2009

Live aus Ottawa: Die Stadt der Biberschwänze

Vielleicht habe ich es schon mal erzählt, aber Kevin hat mich auf der CNE richtig reingelegt. Er hat mir erzählt “Beavertails” – auf deutsch Biberschwänze – seien eine kanadische Delikatesse als Nachspeise. In meiner Gutgläubigkeit habe ich das natürlich für bare Münze genommen und wollte die Wahrheit natürlich nicht glauben. Tatsächlich handelt es sich nämlich um eine Art Pfannkuchen. In Ottawa hatte ich dann endlich die Gelegenheit gehabt diese Spezialität auch zu probieren… Die Dinger sind wirklich lecker. Und sehr fleischlos!

Jetzt aber zum eigentlichen Beitrag. Ich musste ja unbedingt die kanadische Hauptstadt sehen und habe es dann kurz vor meiner Abreise auch geschafft. Am 3. Februar mit dem Bus früh morgens hin, eine Nacht bleiben und am 4. Februar mit dem Bus spät zurück. Die Fahrt dauert knapp fünf Stunden und ist mit rund 100 Dollar (um die siebzig Euro) eigentlich ziemlich teuer. Von New York nach Boston, eine ähnliche Distanz, kommt man viel günstiger!

Ich bin gegen Mittag angekommen und habe mich sofort ins Museum of Nature begeben. Es hat mir sehr gut gefallen, man hat aber gemerkt, dass es auf junge Kinder ausgerichtet war. Daher folgende Hypothese: Genau dies ist der Grund, warum mir das Museum so gut gefallen hat :-) . Man kann zum Beispiel spielerisch sehr viel lernen. Besonders interessant fand ich das Stimmenaufzeichnungsgerät. Man konnte sich einen Vogelruf anhören und visuell sehen. Dann konnte man das nachmachen und aufnehmen. Und selbst wenn es sich die Aufnahme sehr ähnlich anhört ist der Aufbau des Rufs beim Vogel doch wesentlich komplizierter.

Malerische Hauptstadt
Regierungsgebäude zum Ersten...

Danach habe ich im Hotel eingecheckt und noch ein bisschen Downtown erkundet. Ich war beim Parliament Hill (Parlamentshügel) und anderen Sehenswürdigkeiten. Das ging so lange gut, bis sich mein Magen gemeldet hat und ich nach etwas zu Essen suchen musste *g*. Ich hatte ein leckeres Smoked Meat Triple Sandwich und Milchreis zum Nachtisch. Und der Milchreis war *wow*. Das Sandwich natürlich auch :-) .

Am nächsten Morgen ging’s früh los, um sich kostenlos das Regierungsgebäude anzuschauen. Leider haben die Mittwochs (natürlich *grrr*) Sitzung und man kann sich den Senat und das House of Commons nicht angucken. So waren wir nur in der Bibliothek und im “Glockenturm”. Ich fand’s ja generell ganz nett, aber im Vergleich zu Washington, London oder Berlin ist es doch eher uninteressant.

... und zum Zweiten
Nationalgalerie

Kurz vor Schluss war ich in der Nationalgallerie und habe ein paar schöne Sachen gesehen. Die hatten eine Ausstellung über Bernini in der ich hängen geblieben bin, fast eine Stunde länger als geplant :-) . Nach kurzem Chicken Curry Lunch und überhastetem Kartenschreiben ging’s dann schon zum Bus. Ich bin gerannt und gelaufen… und war fünf Minuten vor Abfahrt im Bus. Seeehr knapp. Und deshalb habe ich den Rideau-Kanal leider nicht betreten. Auf dem kann im Winter nämlich Eis gelaufen werden und das gehört zu den größeren Attraktionen in Ottawa.

Gegen elf Uhr war ich dann wieder in Toronto und habe mich zum vorletzten Mal in mein Bett gelegt…

10. Februar 2009

Ich hab’ die Anja immer noch am Hals

Der dritte Tag

Heute hatte ich eine kleine Überraschung für Anja: Brunchen in Avenue Bar and Lounge (wo ich arbeite). Das tolle Buffet habe ich für mich und eine weitere Person zu Weihnachten bekommen und die Gelegenheit sofort ergriffen. Und es war wirklich super. Executive Chef Claudio Rossi hat Risotto alla Milanese selbst gemacht, was sehr gut zu den anderen Leckereien gepasst hat. Danach haben wir eine kleine Tour durch das Hotel gemacht und vom höchsten Stockwerk die Aussicht genossen. Genossen? Na ja, geht so. Das Wetter hat nicht wirklich mitgespielt und wir konnten nicht allzu viel erkennen *g*.
Böööse!
Lecker Essen
Danach haben wir uns noch ein bisschen die Stadt angeguckt und uns einen gemütlichen Abend gemacht. Da hat sich Anja’s Knie sicher gefreut.

Immer noch das Wetter

Montag morgen haben wir uns unter anderem zum CN-Tower begeben, hatten aber erneut kein Glück mit dem Wetter. So gab’ es dann nur Fotos von unten nach oben ohne die tolle Aussicht von oben nach unten. Abends haben wir uns gemeinsam ein Eishockey-Spiel angeschaut (na ja, gell?) und Anja mit ihrem ersten Cinnabon vertraut gemacht.
CN-Tower
Eishockey

Keine Kamera

… hatte ich am Dienstag. Das ist lustig, nachdem ich Montag schon die Speicherkarte vergessen hatte. Na ja! Wir haben uns morgens losgemacht, Anja’s Gepäck im Hotel abgegeben und waren nochmal ein bisschen unterwegs. Nach einem kleinen Lunch in Greektown mit super Vorspeise und mäßigem Hauptgang sind wir dann zum Flughafen. Da hieß es dann vorerst Abschied nehmen. Das Highlight des Tages habe ich dann aber alleine erlebt: Medizinischer Notfall oder so in einer U-Bahn vor mir und deshalb dreißig Minuten fest gesessen, bis ich mich entschieden habe heim zu laufen.
Übrigens ist das schon mein 50. Beitrag seit ich unterwegs bin. Auch wenn es zwischendrin mal längere Pausen gab, ist das ja wirklich kein schlechter Schnitt für jetzt sechseinhalb Monate.

1. Februar 2009

Das humpelnde Etwas

Vom 16. Januar bis zum 20. Januar hat mich Anja hier in Toronto besucht. Und da ich die Zeit komplett frei hatte, haben wir auch viel zusammen gemacht und davon soll hier berichtet werden.

Der erste Tag

Freitag hat Anja noch gearbeitet, sich danach auf den Weg nach New Jersey gemacht um von dort nach Kanada zu fliegen. Das gute bei der Sache: Es besteht keine Gefahr im Hudson zu landen :-) . Gegen halb elf (sehr pünktlich) ist Anja dann gelandet und Daniel hat sie (seiner Meinung nach: ein klein bisschen unpünktlich) abgeholt. Dank dem öffentlichen Personennahverkehr ist die Fahrt zum Flughafen und zurück sehr einfach. Ich hatte Anja einen Metropass dafür organisiert, wodurch es dann auch kostenlos war. Und so waren wir gegen Mitternacht schon bei mir und haben uns noch ein klein wenig unterhalten. Worüber? Zum Beispiel über mittelalterliche Flugzeuge mit Propellern.

Der zweite Tag

Jetzt haben wir auch Fotos gemacht und sogar ganz besondere: mit GPS-Daten. Felix hat sich ein GPS-Gerät gekauft, das man mit den Fotos synchronisieren kann. Was bedeutet das für die Laien unter euch? Schaut euch mal das Picasa-Album an. Was fällt auf? Bei jedem Foto könnt ihr genau sehen wo wir das gemacht haben. Cool, oder?

Na jedenfalls sind wir zuerst ein bisschen spazieren gegangen. Mit der Queen-Streetcar sind wir ein Stückchen nach Osten gefahren und haben uns bei “The Beaches” den Strand am Lake Ontario angeschaut. An diesem Samstag war’s ganz schön kalt, irgendwas um die minus fünfundzwanzig Grad. Und ich hab’s ja schon oft erzählt: Wir haben hier Wind Chill. Und der Wind am See war… Tödlich? Unmenschlich? Pervers? Sucht’s euch aus! Ohne Übertreibung, es waren gefühlte minus vierzig Grad und mir sind die Gesichtsmuskeln eingefroren. Aber gelacht haben wir, es wäre also eine nette Mimik auf mein Gesicht gefroren worden :-) .

Anja und ich mit Eisklötzen im Hintergrund

Kanadische Köstlichkeiten

Danach ging’s in eine Buchhandlung, in ein Café für heiße Schokolade und schließlich zurück nach Downtown. Da haben wir dann das Rathaus, Eaton Centre und so genossen um uns schließlich “Defiance” mit Daniel Craig und Liev Schreiber anzuschauen. Das Highlight des Tages war Schnee und Anja hat sich den Schneeengel nicht nehmen lassen.

Dundas Square, der torontonianische Times Square

Schnee-Engel

Kleine Anekdote noch: Anja hat sich (aus welchen Gründen auch immer *hehe*) in New York am Knie verletzt und wurde gegen Abend immer mehr zu einem humpelnden Etwas. Unterhaltsam!

29. Januar 2009

Children’s Christmas Party

Im Dezember gab es eine kleine Weihnachtsfeier für die Kinder der Angestellten und die war echt super gemacht. Es gab Plätzchen zu Dekorieren, Gesichtsmalerei, Ausmalerei, Weihnachtsmannfotos zum Mitnehmen, ein Xbox-Boxspiel und vieles mehr. Das Human Resources Department hat sich viel einfallen lassen und mit Hilfe einer Schar von Freiwilligen einen sch

önen morgen für die Kleinen organisiert.

Hier ein paar Eindrücke…

Freiwillige Trauerspiel, ganz eindeutig Boxen schon mit jungen Jahren Der Weihnachtsmann

9. Januar 2009

Die Snuggie-Decke

Die Snuggie-Decke ist ein wirklich tolles Beispiel für nordamerikanische Werbung. Und dann ist das Produkt noch so….

Schaut einfach selbst.

7. Januar 2009

Eine gute Mischung

Diesen Beitrag plane ich schon seit langem, ich will euch einfach mal ein paar Fotos zeigen, die ich sonst nicht untergekiegt habe oder auf die ich warten musste. Ist nicht immer einfach die Bilder von anderen zu bekommen :-) .

Dieses lustige Zettelchen lag an der U-Bahn Station, als ich mit meinen Mitbewohnern von IKEA kam. Es werden männliche Models gesucht für Videos ohne Sex. Bezahlt werden diese Darsteller in bar.

Aha, was suchen die?

Ein Porzellangeschäft hatte dieses nette Auto während des Filmfestivals vor der Tür.

Extra für das Film-Festival

Die haben auch ein nettes Wortspiel in einem der Schaufenster: The Great Wall of China. China bedeutet nämlich zum einen Geschirr (also: die große Geschirrmauer), ist gleichzeitig aber auch eine Anspielung auf die chinesiche Mauer. Schonschlau (ein Neologismus).

Stabilität

Ich glaube da waren fünf Scheiben Käse drin – für sechs Dollar. Lebensmittel sind hier schon ziemlich teuer. Käse hier als sehr gutes Beispiel.

Der Preis von Käse

Ein Foto von der Eröffnung der AGO (Art Gallery Ontario). Da gab’s bei der Wiedereröffnung nach Umbau mit Designs von Frank Gehry ein Wochenende lang kostenlosen Eintritt. Ich wollte da mal vorbeischauen, aber die Schlange war mir dann doch zu lang *g*. Übrigens erratet ihr nie, in welchem Hotel Frank Gehry damals übernachtet hat :-) .

Die Eröffnung der AGO

Einige Leute aus Housekeeping, Director of Rooms, Hotel Manager, General Manager, etc. zur Housekeeping Appreciation Week. Es sollte die harte Arbeit der Leute im Housekeeping geehrt werden.

Ein Teil des Housekeeping Teams

Das bin ich mit Behiye (Director of Housekeeping).

Housekeeping Appreciation Week mit Behiye

Zu guter letzt ein Bild vom Holiday Luncheon. Normalerweise eine Weihnachtsfeier am Abend mit Alkohol und richtig Stimmung. Dieses Jahr nur ein kleines Mittagessen… die Wirtschaftslage, ihr habt’s euch wohl gedacht!

Holiday-Luncheon (Kevin, Elspeth, Asia und ich)

5. Januar 2009

Service Awards

Heute (Ok, damit meine ich den 6. Dezember) um 15:00 wurden bei uns alle Mitarbeiter mit runden Jubiläen gefeiert – 10, 15, 20, 25 und 30 Jahre. Und das muss man sich mal vorstellen, wir haben Leute bei uns, die schon seit 30 Jahren für Four Seasons arbeiten und einige davon auch immer im Four Seasons Hotel Toronto.

Ich finde das wirklich beeindruckend, insbesondere wenn ich dabei an meine Generation denke. Ich glaube heutzutage ist es viel schwieriger für einen so langen Zeitraum beim selben Arbeitgeber zu bleiben. Zum einen liegt das mit Sicherheit an der wirtschaftlichen Situation, aber auch daran, dass die (Arbeits-) Welt sich dank Globalisierung viel schneller ändert. Immer mehr Berufe werden “überflüssig” oder können von immer weniger Leuten gemacht werden und man muss sich selbst als Arbeitskraft unverzichtbar machen um erfolgreich zu sein. Daher ist es auch wichtig einen abwechslungsreichen Lebenslauf mit unterschiedlichen Erfahrungen invielen Bereichen vorweisen zu können. Und *schwups*, das war’s mit 30 Jahren beim selben Arbeitgeber. Außerdem darf man nicht vergessen, dass die lange Ausbildungszeit (Abitur, Bachelor oder Dimplom, Master und schließlich Doktortitel) ein weiterer Grund für ein Sinken der Nettoarbeitszeit in Jahren ist. Alles nicht so einfach, heute, ne?

Zu der Vernstaltung war auch unser Firmenoberhaupt Isadore Sharp gekommen und der war sichtlich gerührt von den kurzen Reden die von Stellvertretern aller Jahrgangsgruppen gehalten wurden. Auch er hat kurz geredet und sich herzlichst – wirklich sehr toll – bei allen bedankt.

(Ein paar meiner Kollegen meinten dann “zum Spaß”, dass er Ausschnitte aus den Ansprachen sicher auch für seine eignen Reden benutzen wird *g*).

Ein bisschen Essen gab’s natürlich auch – sogar Stollen. Den mag ich ja nicht unbedingt, aber die restlichen Weihnachtsplätzchen waren auch luxusmäßige Spitzenklasse. Weißbrot-Sandwich mit Ziegenkäse und Feige würde ich jederzeit weiterempfehlen.

Noch ein paar Worte zum Wetter: Es hat geschneit. Und trotzdem ist der Winter momentan so deutsch… Temperaturen um den Gefrierpunkt und alles ist matschig. Und dann noch Regen dazu. Warum bin ich noch mal in Kanada :-) ?